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Tennisdamen des TSC Mainz gehen verstärkt in die Zweitliga-Saison

vom 22.03.2018

Von Julia Sloboda - Allgemein Zeitung Mainz

Eingespieltes Duo: TSC-Mannschaftsführerin Hannah Müller und Cheftrainer Babak Momeni peilen mit dem TSC den Klassenerhalt in Liga zwei an. Archivfoto: hbz/Kristina Schäfer

Vieles wird sich in der kommenden Saison am Ebersheimer Weg verändern. Wenn die Damenmannschaft des TSC Mainz ab 13. Mai in der Zweiten Liga aufschlägt, weht ein neuer Wind. Drei Stuhlschiedsrichter müssen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse dabei sein, das Catering verändert und alles insgesamt etwas professioneller aufgestellt werden. „Wir müssen uns ein bisschen aufpeppen“, sagt Cheftrainer Babak Momeni zum ganzen „Drumherum“, wie er es nennt. Das gehöre in dieser Spielklasse eben dazu.

Was ebenfalls dazu gehört, ist ein entsprechender Kader. Wie vor jeder Saison hat Momeni zahlreiche Gespräche geführt und neue Spielerinnen an Land gezogen. Nach der Regionalliga-Meisterschaft in der vergangenen Saison und dem damit verbundenen Aufstieg durfte der TSC-Trainer in etwas anderen Gewässern fischen als noch zuletzt. Mit Ekaterine Goorgodze, Nina Alibalic, Sinja und Livia Kraus sowie Hannah Müller bleibt der Stamm des Teams beisammen. Lediglich eine neue Nummer zwei hat Momeni verpflichtet.

Die in Südafrika geborene Belgierin Tamaryn Hendler soll die TSC-Mannschaft verstärken. Die 25-Jährige war 2012 schon mal die Nummer 178 der Weltrangliste. Eine Verletzung zwang sie allerdings zu einer längeren Pause. Mittlerweile hat sie sich wieder bis auf Platz 462 nach vorne gekämpft. Die Linkshänderin hat in ihrer Karriere vier ITF-Titel gewonnen und sich bei allen vier Grand-Slam-Turnieren in der Qualifikation versucht. Außerdem spielte sie für das belgische Fed-Cup-Team. „Sie ist eine sehr gute Spielerin“, sagt Babak Momeni. Und eine, für die der TSC etwas tiefer in die Tasche griff als bei den Verpflichtungen in den vergangenen Medenrunden. „Die ganze Liga kostet sehr viel Geld“, sagt Babak Momeni. Nicht nur die Spielerinnen seien teurer, sondern eben auch die Ausgaben für Schiedsrichter, Verpflegung und die Fahrten zu den Auswärtsspielen in München und Dresden.

Geographisch noch weiter entfernt befindet sich derzeit Livia Kraus. Die 19-Jährige studiert in Texas und ist auch für das dortige Tennis-Team im Einsatz. Sollte sie mit ihrer Mannschaft die Endrunde im College-Tennis erreichen, würde sie die ersten drei Saisonspiele verpassen. Das steht allerdings erst Ende April fest.

Sollte Livia Kraus nicht rechtzeitig nach Mainz kommen, stünde mit Paula Ormaechea eine weitere Neuverpflichtung bereit. Die 25-jährige Argentinierin stand in der Saison 2013 auf Platz 59 der Weltrangliste, wurde aber ebenfalls von Verletzungen zurückgeworfen. Derzeit belegt sie Platz 647. Sollte es während der Runde Verletzungsprobleme geben, hat Babak Momeni mit der Bosnierin Jelena Simic und der Schwedin Mirjam Bjorklund zwei weitere Spielerinnen verpflichtet, die zum Einsatz kommen könnten.

Doch bevor es so weit ist, vertraut der TSC-Trainer seinem Stammpersonal. „Ich glaube und hoffe, dass wir die Klasse halten können. An den Positionen eins bis drei wird es ein offener Schlagabtausch und ein Pokerspiel.“ An den Positionen vier bis sechs würden auch die anderen Teams auf deutsche Spielerinnen setzen – so wie der TSC. „Wir halten daran fest, dass wir drei Leute von uns einsetzen“, erklärt Momeni. Eine vierte Ausländerin würde nur zum Einsatz kommen, wenn Livia Kraus es nicht rechtzeitig zur Medenrunde nach Mainz schafft.

Sinja Kraus steht wieder auf dem Platz

Bis Mitte Mai soll auch Sinja Kraus wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sein. Die 15-Jährige musste zuletzt wegen eines Außenbandrisses im Sprunggelenk pausieren. Mittlerweile steht sie wieder auf dem Platz, ist mit Babak Momeni auf Turnierreise in Spanien unterwegs. „Ihr fehlt die Spritzigkeit und die Matchpraxis. Aber in zwei, drei Wochen sollte sie wieder die Alte sein“, macht sich der Trainer keine Gedanken.

Sorgen bereitet ihm viel mehr das Wetter. „Ende April startet die Medenrunde in Rheinhessen. Es wird sehr eng mit den Plätzen.“ Derzeit sei es aufgrund des harten Bodens nämlich nicht möglich, die Plätze herzurichten.