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Aufsteiger als harter Knochen: TSC Mainz bezwingt TC Gensingen 12:9

vom 11.06.2018

von Dennis Rink - Allgemeine Zeitung Mainz

HERREN 1

Verlor im Einzel und siegte im Doppel: TSC-Mannschaftsführer Joel Rizzi. Archivfoto: hbz/Wallerius

Das war knapp. „Tatsächlich etwas knapper als ich gedacht habe“, räumte Joel Rizzi ein. Der Mannschaftsführer atmete nach dem 12:9-Erfolg der Oberliga-Herren des TSC Mainz beim Aufsteiger TC Gensingen erst einmal ganz tief durch. „Das war ein harter und sehr emotionaler Tag“, sagte Rizzi. Die Gensinger bestritten ihr erstes Oberliga-Heimspiel, die Anlage war voll, die Atmosphäre gut – und dann kam da auch noch dieser enge Spielverlauf dazu. Fünf Duelle gingen in den Match-Tiebreak. Die Entscheidung fiel im letzten. Für den TSC.

Rizzi und Markus Scherer setzten sich gegen Marco Lauderbach und Franjo Matic durch. Scherer war kurzfristig für den erkrankten Niko Rizzi in die Formation gerutscht. „Damit haben wir im zweiten Spiel zum zweiten Mal davon profitiert, dass wir sieben Mann im Kader haben“, sagte Joel Rizzi. Ihm und Scherer war schon vor ihrem Doppel klar, dass es beim Stand von 6:6 nach den Einzeln auf sie ankommen wird. „Wir haben den Druck schon gespürt. Uns war klar, dass es das Endspiel werden wird.“ Und so war es auch. Nach dem gewonnenen ersten Satz ließen die Mainzer im zweiten Durchgang jedoch etwas nach. „Dann haben wir uns aber zusammengerissen und uns zum Glück durchgesetzt“, sagte Rizzi, der dafür in seinem Einzel gegen den Niederländer Bart Brons das Nachsehen hatte – ebenfalls im Match-Tiebreak. Genauso wie Scherer, der Jelle Ackermann unterlag.

Oscar Mesquida hat Kämpfer-Herz

Wie gut, dass der TSC sich mit Oscar Mesquida einen Kämpfer eingekauft hat. Der Spanier zeigte in seinem ersten Einsatz ein großes Herz und rang Xander Spong noch nieder, nachdem er den ersten Satz verloren hatte. So verteilten sich die Einzelpunkte – trotz der vielen knappen Entscheidungen – gerecht, wie Rizzi fand. Jeweils ein klarer Sieg für Mainz und Gensingen und jeweils zwei der vier Match-Tiebreaks. „Deshalb war der Erfolg für uns am Ende verdient“, sagte Rizzi. Auch wenn es wesentlich knapper war, als es sich die Mainzer im Vorfeld gewünscht hatten.

Ergebnisse: Spong – Mesquida 6:3, 2:6, 6:10; Brons – J. Rizzi 4:6, 6:1, 10:8; Matic – Guzik 5:7, 6:4, 6:10; Lauderbach - Olszowy 6:2, 6:1; Ackermann – Scherer 3:6, 6:3, 10:4; Schweikhard – Lipp 2:6, 2:6; Spong/Brons – Guzik/Olszowy 6:4, 6:3; Matic/Lauderbach – J. Rizzi/Scherer 3:6, 6:3, 5:10; Ackermann/Schellenberger – Mesquida/Lipp 3:6, 4:6.