MAINZ. Pünktlich zum hundertjährigen Bestehen in diesem Jahr hat der Tennis- und Skiclub Mainz (TSC), einer der mitgliedsreichsten Tennisvereine der Landeshauptstadt, drei seiner Plätze nachhaltig und nach neuesten Standards renoviert. Unterstützt wurde die Maßnahme durch Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz. Mit der offiziellen Einweihung der modernisierten Plätze setzt der Verein ein sichtbares Zeichen für Zukunftsfähigkeit, Nachhaltigkeit und die Weiterentwicklung des Tennissports in Mainz.
Bei der feierlichen Eröffnung auf der Anlage in der Oberstadt waren Ortsvorsteher Tim Ott (Bündnis 90/Die Grünen) sowie die Vorstandsmitglieder Wilfried Posegga, Hans Beth und Moritz Hildner anwesend. Ebenfalls dabei war Jugendwartin Tanja Wegener, die sich beim TSC Mainz um rund 200 Kinder und Jugendliche kümmert und damit die Zukunft des Vereins mit sicherstellt. Das symbolische rote Band durchschnitt Jugendspielerin Daliah Jurick.
Die umfassende Sanierung der Plätze 1 bis 3 war notwendig geworden, weil die Anlagen durch die ganzjährige Nutzung stark beansprucht worden waren. Seit mittlerweile elf Jahren errichtet der Verein in den Herbst- und Wintermonaten eine Traglufthalle über den Plätzen, um insbesondere das Jugendtraining auch in der kalten Jahreszeit zu ermöglichen.
TSC Mainz als erster Verein mit modernem Belag
Nach intensiver Prüfung verschiedener Möglichkeiten entschied sich der Vorstand für eine moderne Hybridtechnologie mit dem Namen „Top Clay". Der TSC Mainz ist damit der erste Tennisverein in Mainz, der auf diesen Belag setzt. Bei dem Verfahren wird ein klassischer Tennisplatz mit einer speziellen Hybridstruktur kombiniert, die den Sand stabilisiert und die Oberfläche widerstandsfähiger macht. Dadurch benötigen die Plätze weniger Wasser, sind pflegeleichter und können Witterungseinflüsse besser ausgleichen.
„Wir wollten nicht einfach nur unsere Plätze erneuern, sondern bewusst in eine nachhaltige und zukunftsfähige Lösung investieren", erklärte Wilfried Posegga, als Vizepräsident zuständig für Gebäude- und Anlagenmanagement beim TSC Mainz. „Die neue Technologie ermöglicht einen sparsameren Umgang mit Ressourcen, reduziert den Pflegeaufwand und schafft gleichzeitig hervorragende Bedingungen für Training und Wettkampf. Damit stellen wir unseren Verein für die kommenden Jahrzehnte zukunftssicher auf."
Mit der Investition reagiert der Verein auch auf steigende Betriebs- und Verbrauchskosten sowie auf die Folgen des Klimawandels. Gerade längere Trockenperioden und ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasserressourcen gewinnen für Sportvereine zunehmend an Bedeutung. Die Sanierung der Plätze soll deshalb nicht nur sportliche Qualität sichern, sondern zugleich einen konkreten Beitrag zu nachhaltiger Sportinfrastruktur leisten.
Der TSC Mainz zählt rund 500 Mitglieder und gehört mit 27 Mannschaften, einer erfolgreichen Jugendarbeit sowie der Herren-30-Bundesligamannschaft zu den sportlichen Aushängeschildern der Region. Er engagiert sich zudem in der landesweiten Charity-Initiative „Coins to beat Cancer" zugunsten krebskranker Kinder, die Vizepräsident Hans Beth mit ins Leben gerufen hatte. In diesem Jahr feiert der Verein übrigens nicht nur sein 100-jähriges Bestehen, sondern im August auch elf Jahre „mattes.Mainz Open" – zusammen eine Zahl, die perfekt zum Mainzer Wesen passt, denn so kommen närrische 111 Jahre zusammen.
Von Sabine Longerich














































